Heute morgen ist kein Zugsbegleiter (früher sagte man Schaffner) durchgegangen um die Gültigkeit der Fahrscheine zu kontrollieren, wahrscheinlich war er in dem Teil des Zuges, der verloren gegangen sein muss, war nämlich mal wieder ein Kurzzug unterwegs. Gut, um 6.30 fahren ja nicht sooo viele Leute nach Wien rein, sie haben schließlich alle noch hineingepaßt, etwas gequetscht zwar, aber immerhin. Hey, wenn sie einen Sitzplatz wollen, sollen sie gefälligst mit dem eigenen Auto fahren! Für das Geld auch noch Service zu erwarten, immerhin kommt der Zug jetzt nur noch mit 5 Minuten Verspätung in Floridsdorf an, die sind aber nun schon in die Fahrtzeit eingerechnet, also kommt er pünktlich, er braucht halt nur etwas länger, wir sollten froh sein, dass wir nicht für die Fahrdauer bezahlen müssen, aber ich glaub das war eh schon im Gespräch: durch die längeren Stehzeiten verbraucht die Bahn mehr Energie beim Beheizen der Züge und das bedingt eine Anhebung der Kartenpreise. Wohl durchdacht und logisch, wir können dankbar sein, dass wir nicht für die Überstunden der Zugsbegleiter und Lokführer aufkommen müssen, aber vielleicht kriegen die ja nur fürs Fahren bezahlt und nicht fürs Stehen, dann sind sie arm dran, und verstecken müssen sie sich auch noch, vor erbosten Fahrgästen, nur weil der Zug etwas kürzer geraten ist, ist doch gesund, Morgenjogging, eine Information vor dem Einfahren des Zuges wäre nur der halbe Spaß, immerhin ist man so gnädig zu warten, bis die keuchenden Menschen eingestiegen sind, ihre Unsportlichkeit kostet schließlich wieder wertvolle Fahrzeit. Hach, ich liebe unsere Bahn.