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Susi: Ich sende mal ein freundliches Guckucks zu Dir :)

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nett

das ist mein Wort des Jahres, nach kurzer Überlegung, schlimm hätte auch noch in der engeren Auswahl gestanden, aber ich möchte das Jahr so ausklingen lassen, wie ich mich fühle, positiv optimistisch und erwartungsvoll in die Zukunft blickend. Phonetisch könnte man nett ja mit “ned” (ugs nicht) oder gar “njet” (russ. Verneinung) verwechseln, aber mein nett ist ned äh nicht so gemeint, es hat schon die Bedeutung von geht bis superoberübertollundmegagenial, Übergänge sind fließend, variieren je nach Laune, Thema und Gegenüber. Bin ich froh, dass ich mich nicht verstehen muss, das wäre nicht nett.

Schnee

Hatten sie doch recht, die Wetterfrösche, mit der Vorhersage, auch wenn ich es nicht recht geglaubt hatte: aber heute hat es in dieser Saison erstmals auch östlich vom Wienerwald geschneit und ein paar Flocken bleiben sogar liegen. Somit ist es so richtig novembrig: neblig, feucht, kalt - richtiges Kamin-Einheiz-und-davor-sitz-Wetter.

Aquarien-Freuden

Jetzt fange ich langsam an, meine Aquarien wiederzubeleben. In Wien hatte ich ja einige Becken, aber um den Umzug etwas einfacher zu gestallten, habe ich zwei vorher verkauft, so habe ich mich schweren Herzens vom 575 l Malawi- und vom 375 l Weichwasser-Gesellschaftsbecken getrennt, es blieb noch genug zum Übersiedeln. Leider haben ein paar meiner Minifische die Strapazen nicht überstanden, die Regenbogen-Fische habe ich in einem Extra-Gefäß sicher transportiert, sodass wir das zweite 375 l Becken ganz leer machen konnten, bei den kleineren 150 und 60 l Becken haben wir die Bewohner drinnen gelassen und den Wasserspiegel soweit gesenkt, dass es tragbar wurde. Allerdings war es an den Übersiedlungstagen ziemlich heiß und das Wasser hat sich mehr erwärmt als ich gedacht hatte. Naja, ab und zu möchte man was Neues starten, so leid es mir auch um die Tierchen tut.
Nun jedenfalls gehe ich das Projekt Erwecke-die-Aquarien-zu-neuem-Leben an, gestern habe ich bereits 3 junge Malawi-Barsche geholt, Freitag möchte ich mir noch ein paar Jungfische holen. Ein Kremser hat im Forum inseriert, er hätte laufend Malawi-Nachwuchs abzugeben, meine Nachfrage, welche Arten er denn hätte, ergab leider kein zufriedenstellendes Ergebnis, sie wären blau und manche auch gelb-orange, nun, etwa 3/4 der im Malawi-See heimischen Fische sind mehr oder weniger blau. Aber da sie sich brav vermehren, dürften keine größeren Räuber dabei sein, und das ist mir wichtig. Ich hatte im vorigen Becken einen wunscherschönen schwarzen Barsch, der aber leider Frischfutter bevorzugt und so kamen von den doch brav produzierten Jungfischen sehr wenige durch.

Jahreszeiten

Tja, er kommt und heute hatten wir bereits einen kleinen Vorgeschmack dessen, was er uns bringen wird: der Winter naht, die vom Termometer angezeigten 2° C fühlten sich unangenehm vielmehr bereits im negativen Bereich an - etwas profaner gesagt: mir war kalt. Es lag aber an den Handschuhen, die Zeit der oben-ohne-Fingerlinge ist eindeutig vorbei, wenn man mit dem Rad unterwegs ist, da hilft auch die für heute angekündigte Sonne nicht wirklich viel - nun doch, hoffentlich, beim Heimfahren.

Soziale Netzwerke

Tja, jetzt bin ich auch dabei, im Facebook, eigentlich unumgänglich und - für meine Verhältnisse - ziemlich spät, bei ICQ hatte ich immerhin eine 5 stellige Nummer, wenn ich mich recht erinnere. Noch bevor ich mich wirklich umschauen konnte, wurde ich auch schon von einem Italiener angebaggert, lästig. Jetzt brauch ich noch ein aktuelles Foto von mir, das ich auch als veröffentlichungswürdig erachte, mein Mann hat das seltene Talent mich immer mit Schnecken-auf-meinen-Himbeeren-Gesicht aufzunehmen, oder einen Winkel auszuwählen, der jedes Gramm zuviel auf meinen Rippen mit dem Faktor 10 multipliziert, böser Mann - nein, eigentlich garstiger Mann und Frau böse.

Heizorgie

Ich glaub, ich hab noch gar nicht von meinem neuen Kaminofen erzählt: seit zwei Wochen ziert ein Traumofen unser Wohnzimmer.! Durch das Sichtfenster kann man das Flammenspiel beobachten und seien wir uns ehrlich, es gibt kaum etwas, was uns mehr fasziniert und ängstigt zugleich als Feuer, wo Leben und Tod so knapp beieinander liegen, knisterndes Holz, züngelnde Flammen, wohlige Wärme, beruhigende Gefühle in der kalten Winterzeit, kurz gesagt: ich bin total happy.

Nachtrag: Maroni gelingen auf dem Ding einfach 1A, und ich liebe diese Nüsse.

Blumen winterfest machen

Da die Nächte nun doch langsam aber sicher kälter werden, habe ich begonnen, die kleinen und empfindlicheren Pflanzen reinzuholen; die große Engelstrompete und die Feige dürfen noch etwas draußen bleiben, da sie doch recht viel Platz im Wintergarten brauchen. Ich bin froh, dass ich jetzt auch noch die zweite Ebene nutzen kann, da ansonsten jetzt schon alles voll wäre, aber ich darf nicht aufs extra gießen vergessen, da es oben wärmer wird, heute habe ich 32 Grad gemessen, unten hatte es an die 28 C, ein nicht unbeachtlicher Unterschied, für durstige Gewächse zumindest, auch für mich liegt da die Grenze zwischen wohlfühlen und nicht mehr wohlfühlen.
Das Reinholen fürs Innenüberwintern ist der Part an der Blumenpflege, auf den ich verzichten könnte, besonders die großen schweren machen etwas Mühe, aber wenn sie nächstes Jahr prachtvoll blühen, entschädigt das für die kleinen Unannehmlichkeiten. Heute habe ich mir eine Bürste zum Reinigen der Töpfe und ein starkes Dutzend Untersetzer in verschiedenen Größen gekauft; tja, dabei haben mich auch ein Alpenveilchen und eine Zimmerbegonie angelacht, Blumen, die ich früher nicht halten konnte, da ich es in der Wohnung zu warm hatte, jetzt im Wintergarten halten sich die Blüten aber ein halbes Jahr, gerade bis die nächsten Saisonblumen auf den Markt kommen.

Folgekosten

Es gibt Ereignisse, die Folgekosten nach sich ziehen, in diesem Fall war es der Kauf des Dörrapparates. Wenn ich Minze und andere gesunde Blätter trockne, möchte ich u.a. köstlichen Tee damit zubereiten. Tee wird bekanntlich i.d.R. mit kochendem Wasser zubereitet und wie bringt man Wasser am einfachsten zum Kochen, genau - mit einem Wasserkocher. Da trifft es sich dann besonders gut, wenn ein solcher im Angebot des eben besuchten Supermarktes ist, ein hübsches stylisches Teil, praktisch und einfach in der Anwendung, also ebenfalls quasi unentbehrlich und eines der drei Dinge, die man auf die einsame Insel mitnehmen müßte, neben Trinkwasser halt und Teeblättern, die allerdings auch nur Folgemitnahmedinge sind, also somit nicht zählen.

Pendlersorgen

Heute morgen ist kein Zugsbegleiter (früher sagte man Schaffner) durchgegangen um die Gültigkeit der Fahrscheine zu kontrollieren, wahrscheinlich war er in dem Teil des Zuges, der verloren gegangen sein muss, war nämlich mal wieder ein Kurzzug unterwegs. Gut, um 6.30 fahren ja nicht sooo viele Leute nach Wien rein, sie haben schließlich alle noch hineingepaßt, etwas gequetscht zwar, aber immerhin. Hey, wenn sie einen Sitzplatz wollen, sollen sie gefälligst mit dem eigenen Auto fahren! Für das Geld auch noch Service zu erwarten, immerhin kommt der Zug jetzt nur noch mit 5 Minuten Verspätung in Floridsdorf an, die sind aber nun schon in die Fahrtzeit eingerechnet, also kommt er pünktlich, er braucht halt nur etwas länger, wir sollten froh sein, dass wir nicht für die Fahrdauer bezahlen müssen, aber ich glaub das war eh schon im Gespräch: durch die längeren Stehzeiten verbraucht die Bahn mehr Energie beim Beheizen der Züge und das bedingt eine Anhebung der Kartenpreise. Wohl durchdacht und logisch, wir können dankbar sein, dass wir nicht für die Überstunden der Zugsbegleiter und Lokführer aufkommen müssen, aber vielleicht kriegen die ja nur fürs Fahren bezahlt und nicht fürs Stehen, dann sind sie arm dran, und verstecken müssen sie sich auch noch, vor erbosten Fahrgästen, nur weil der Zug etwas kürzer geraten ist, ist doch gesund, Morgenjogging, eine Information vor dem Einfahren des Zuges wäre nur der halbe Spaß, immerhin ist man so gnädig zu warten, bis die keuchenden Menschen eingestiegen sind, ihre Unsportlichkeit kostet schließlich wieder wertvolle Fahrzeit. Hach, ich liebe unsere Bahn.

Ich hab’s gemacht

Ich hab ein weiteres tolles völlig unentbehrliches praktisches und lebensnotwendiges Küchen(zauber)gerät bestellt: einen Dörrapparat. Mal sehen, wie oft ich ihn benutzen werde, obwohl - voller guter Vorsätze wäre ich ja, so nach dem Motto: der Geist ist willig…  und was ich alles dörren und trocknen möchte, die Liste ist schier endlos…  Vor allem Kräuter habe ich im Visier und das ist doch ziemlich realistisch für meine Begriffe.